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Häufig gestellte Fragen...

An dieser Stelle versuchen wir die Fragen zu beantworten, mit denen wir immer wieder konfrontiert werden. (Die Anworten öffnen sich durch Anklicken der Frage.)

Warum werden wir Bürger so spät oder gar nicht informiert?

Nun ja, man könnte System dahinter vermuten. Klar ist, dass die Profiteure der Trasse, die Übertragungsnetzbetreiber, kein großes Interesse daran haben dürfte, das Projekt öffentlich zu machen. Schließlich wird durch eine Veröffentlichung unter Umständen eine große Bevölkerungsgruppe auf die Nachteile des Projektes SuedLink aufmerksam. Viel Widerstand führt dann dazu, dass der Projektablauf für den Netzbetreiber komplizierter und damit auch kostspieliger wird.

Darüber hinaus sollte man auch wissen, dass von den Energieversorgern und Übertragungsnetzbetreibern "sehr gute" Lobbyarbeit in Berlin geleistet wird. Die großen Konzerne sitzen also ganz nah an der Politik. Die eigentliche Aufsichtsbehörde, die Bundesnetzagentur, untersteht wiederum dem Wirtschaftsministerium – der Kreis schließt sich also.

Daraus kann jeder seine Schlüsse ziehen, warum die Informationspolitik bisher praktisch nicht vorhanden ist. Außerdem: Je später Informationen fließen, desto weniger Einfluss kann auf die Trasse genommen werden.

Welche Möglichkeiten der dezentralen Energieversorgung gibt es?

z.B. Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraft, oder Biomasse

Warum soll die Trasse entlang der A 7 verlaufen?

Die Anwohner leben ohnehin schon mit der Autobahn - offensichtlich herrscht die absurde Meinung, man könne diesen Bürgern dann auch noch eine Stromtrasse zumuten. Andere Gründe sind bisher nicht erkennbar.

Warum wird kein Erdkabel verlegt?

Ob Freileitungen oder Erkabel die effizienteren und umweltfreundlicheren Verlegemethoden sind, darüber wird gern gestritten. An einer ganzheitlichen technischen Lösung, die innovativ ist, wird jedoch kaum gearbeitet. Jede Interessengemeinschaft versucht ihre meist konventionelle Konzeption aus Bequemlichkeit kompromisslos weiterzuführen.

Das führt dazu, dass von Seiten der Übertragungsnetzbetreiber die Erdkabeltechnik kleingeredet wird, Umweltverträglichkeitsberichte werden nicht nach dem Stand der Technik erstellt und technisch-physikalische Tatsachen werden verdreht. Zudem werden Politiker und Entscheidungsträger bewußt falsch informiert, indem beispielsweise von bis zu 10fachen Kostensteigerungen geredet wird und ein extremer Eingriff in die Natur dargestellt wird.

Ist die Stromtrasse überhaupt notwendig?

Das ist bisher umstritten. Die Befürworter von SuedLink sind zumeist diejenigen, die ein direktes, wirtschaftliches Interesse an der Errichtung haben. Diese Kreise argumentieren gern mit der notwendigen Versorgungssicherheit des Südens Deutschlands. Immer wieder wird auch angeführt, der Strom aus den Offshore-Windparks in der Nordsee müsse nach Süden transportiert werden können.

Tatsächlich aber sind von den geplanten 15 Windparks nur 3 in Betrieb. Die Windräder werden mit Jahren Zeitverzögerung gebaut. Damit muss man kritisch die Frage stellen: Gibt es überhaupt genügend Strom aus diesen Windrädern, der in den Süden transportiert werden kann?

Darüber hinaus halten wir es für wichtig, eine dezentrale Energieversorgung zu errichten. Die Vergangenheit aber auch die Gegenwart zeigen uns auf, dass eine Abhängigkeit von wenigen großen Energieträgern immer wieder Probleme mit sich bringt.

Gibt es gesundheitliche Gefahren bei einer oberirdischen Stromtrasse, wie sie für SuedLink geplant ist?

Das Bundesamt für Strahlenschutz bestätigt, dass elektrische und magnetische Felder den menschlichen Körper schädigen können. Manche Studien sehen einen Zusammenhang zwischen schwachen Wechselstrom-Magnetfeldern und einem erhöhten Risiko für Leukämie im Kindesalter. Auch gibt es Hinweise, dass Elektrosmog bei Erkrankungen des Nervensystems wie etwa Alzheimer eine Rolle spielen könnte.

Bei Gleichstromtrassen sind die statische Magnetfelder direkt unter den Masten am höchsten und nehmen mit zunehmender Entfernung ab. Die Wirkung dieser Magnetfelder ist allerdings noch kaum untersucht. Einen Mindestabstand für Wohnbebauung gibt es ebenso nicht.

Zu Gesundheitsschäden kann es aber auch über indirekte Wege kommen. Ein Beispiel ist die Kontamination von Trinkwasser durch die Errichtung von Betonfundamenten für die Masten. Ganz konkret durchschneidet SuedLink das Trinkwasserschutzgebiet des Wasserbeschaffungsverband Kaistener Gruppe.