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Das dicke Ende kommt noch! – die Konverterhalle von SuedLink

An beiden Endpunkten von SuedLink, also im Landkreis Schweinfurt und in Wilster (Schleswig-Holstein) ist eine Stromrichterstation notwendig. Landläufig wird diese auch als Konverterhalle bezeichnet. In den Anlagen findet die Umrichtung zwischen dem Gleichstrom der SuedLink-Trasse und dem Wechselstrom des restlichen Versorgungsnetzes statt – also zwischen ±500 kV-Gleichstrom und 380-kV-Wechselstrom. Die verwendeten Stromrichter können sowohl als Wechsel- aber auch als Gleichrichter arbeiten und so in beide Richtungen Lastfluss erlauben. Der Strom könnte also sowohl von Norden nach Süden fließen, als auch umgekehrt.

Der Innenraum einer HGÜ-Stromrichterhalle mit dem Wechselrichter ist im Regelfall wegen der elektromagnetischen Verträglichkeit komplett metallisch vom Außenbereich geschirmt und kann im Betrieb nicht betreten werden. Die Konverterhalle selbst soll Ausmaße von etwa 200 x 100 Metern haben und 20 Meter hoch sein und auf einem Grundstück von etwa 300 x 230 Metern stehen.

Am 22. Juli 2014 hatte Tennet im Landratsamt Schweinfurt dem Landrat und Gemeindevertretern die Vorgehensweise zur Konverter-Standortsuche mitgeteilt. So wurde ein etwa 10 Kilometer großer Untersuchungsraum um den Netzverknüpfungspunkt Grafenrheinfeld festgelegt. In diesem wird aktuell nach einem passenden Standort gesucht.

Laut einem Zeitungsbericht des Schweinfurter Tagblatt vom 8. August 2014 gibt der „Gemeinderat grünes Licht für neues Umspannwerk". Die Rede ist hierbei von einer Fläche – dem Flurstück „Galgenellern" in der Gemeinde Bergrheinfeld (in der Karte Rot dargestellt). Die Pressemeldung spricht inhaltlich zwar noch nicht den Standort der SuedLink-Konverterhalle an, dennoch ist davon auszugehen, dass dieser nicht allzu weit vom geplanten Umspannwerk entfernt gesucht werden dürfte.

Karte mit Suchradius für Konverterstandort

Bild in voller Größe

Quelle: Karte, openstreetmap.org; Daten TenneT TSO GmbH)