Neuer Verlauf für SuedLink & Co.?

Die von Tennet bisher geplante Vorzugstrasse für den SuedLink entlang der Autobahn A7 soll nun vom Tisch sein.

Westlicherer Verlauf von SuedLink

Der Netzverknüpfungspunkt Grafenrheinfeld soll nachhaltig entlastet werden. Dies geht aus dem Eckpunktepapier des Koalitionsgipfels Anfang Juli 2015 hervor. In der Umsetzung bedeutet dies, dass die beiden großen SuedLink-Leitungen weiter in den Westen verlegt werden und keine komplett neuen Stromtrassen durch den Landkreis Schweinfurt gezogen werden sollen. In den Raum Grafenrheinfeld ist lediglich ein Abzweig vom Westen her kommend zusammen mit bereits bestehenden Stromtrassen geplant.

Zudem soll auch der Erdverkabelung Vorrang gegeben werden, was bis zuletzt vom Netzbetreiber Tennet als viel zu teuer und langwierig kritisiert wurde. Dr. Matthias Miersch (MdB) dazu: „Die von Tennet in den vergangenen Tagen geäußerte Kritik am Erdkabelkonzept für Stromtrassen weisen wir erneut deutlich zurück. Zeitverzögerungen entstehen – wenn überhaupt – durch die ursprünglich unprofessionelle Herangehensweise von Tennet. Tennet hat bislang immer die Offenheit der Planungen betont, so dass planerisch die neue gesetzliche Vorgabe integrierbar sein sollte. Die Erdverkabelung führt zu deutlich mehr Akzeptanz und wird zu einem schnelleren Ausbau beitragen".

P43 und P44 nicht mehr in den Raum Grafenrheinfeld

Auch die beiden gelpanten Leitungen P43 (von Mecklar) und P44 (von Altenfeld) sollen nun nicht mehr in Grafenrheinfeld enden. Vielmehr soll Tennet neue Vorschläge für einen Verlauf neben bestehenden Stromtrassen entwickeln.

"In der jetzt anstehenden Bundesfachplanung und im anschließenden Planfeststellungsverfahren wird gemeinsam mit den Bürgern und Verantwortlichen vor Ort eine Lösung gefunden, die die geringste Beeinträchtigung für die Wohnbevölkerung sowie Umwelt und Natur auslöst. Das ist ein großer Fortschritt für die Region", so Anja Weisgerber (MdB).