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Birgid Röder, Fraktionsführerin Kreistag Schweinfurt

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Zu den zentralen Themen und Zielen von Bündnis 90 / Die Grünen gehören seit der Gründung der Partei der Ausstieg aus der Atomkraft und die Energiewende hin zu 100 Prozent erneuerbare Energien. Wir halten den Betrieb von Atomkraftwerken wegen der akuten Gefährdung der Bevölkerung und der dauerhaft ungelösten Entsorgung der gefährlichen radioaktiven Stoffe für unverantwortlich. Wegen dem Klimaschutz (CO2, Erderwärmung) und wegen der Endlichkeit der fossilen Energien (Öl, Gas, Kohle) ist eine schnelle Energiewende erforderlich. Dezentrale, regionale Lösungen werden von uns bevorzugt (Energieeinsparung, Photovoltaik, Windkraft, teilweise Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung in der Region Main-Rhön).

In unserem Programm zur Kommunalwahl 2014 wurde formuliert: „Wir Grünen erkennen an, dass es noch ein sehr weiter Weg ist, bis sich die Region um Schweinfurt völlig autark aus regenerativen Energien versorgen kann. Den Bau der geplanten Südlink-Stromtrasse, die durch den Westen des Landkreises führen wird, begleiten wir deshalb mit konstruktiver und wohlwollender Kritik. Wir setzen uns für einen größtmöglichen Abstand zu Wohnbebauung ein und fordern einen offenen Dialog mit den BürgerInnen vor Ort.
Allerdings warnen wir vor einer generellen Blockadehaltung. Es wäre fatal, wenn die AKW-Laufzeiten in Grafenrheinfeld und anderswo verlängert würden.“

Ob die Trasse zur Erreichung der Ziele „Atomausstieg“ und „Energiewende“ erforderlich ist, muss von den zuständigen Planungs- und Genehmigungsbehörden plausibel nachgewiesen werden. Falls die Trasse erforderlich ist, sollte eine für die betroffene Bevölkerung und für die Umwelt verträgliche Trassenführung und technische Ausführung gefunden werden. Das Verfahren ist mit größtmöglicher Transparenz unter Beteiligung der BürgerInnen sowie den Kommunen durchzuführen. Zu den zu prüfenden technischen Ausführungen gehört auch eine unterirdische Teilverkabelung an kritischen Stellen.

Den KritikerInnen der Trasse bieten wir einen konstruktiven Dialog an.

Birgid Röder
Kreis- und Stadträtin