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Florian Töpper, Landrat Schweinfurt

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Die Energiewende stellt die gesamte Bundesrepublik vor enorme Herausforderungen.

Alle Parteien im Bundestag sind sich nach offiziellen Verlautbarungen einig, dass der Ausstieg aus der Atomenergie unumkehrbar ist.

Der Umstieg auf regenerative Energien bringt unweigerlich Veränderungen im Landschaftsbild unserer Heimat mit sich, die gerade im Landkreis Schweinfurt durch eine Vielzahl von Windenergieanlagen bereits besonders augenfällig sind.

Die Pläne zum Netzausbauprojekt Gleichstromverbindung SuedLink erfüllen mich wie die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner in der Nachbarschaft zur möglichen Stromtrasse mit großer Sorge. Unser Landkreis ist im Hinblick auf Lebensqualität, Landschaftsbild und landwirtschaftliche Nutzfläche durch die jahrzehntelange Präsenz des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld, der dieses anbindenden Stromtrassen und die Bundesautobahnen A 7, 70 und 71 ohnehin stark belastet.

Gemeinsam mit den Landratskollegen der Region Main-Rhön und dem Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt habe ich daher für den Regionalen Planungsverband eine Resolution an die verantwortlichen Stellen in der Bundespolitik gerichtet, die das Projekt SuedLink ablehnt, solange dessen Bedarf nicht im Rahmen eines schlüssigen Gesamtkonzepts nachgewiesen ist. Es war für mich eine Selbstverständlichkeit, diesen Standpunkt auch auf der Demonstration in Wasserlosen am 3. Juni 2014 zu vertreten und mich solidarisch mit der Bürgerinitiative zu zeigen. Die bayerische Staatsregierung hat erklärt, die Notwendigkeit der Stromtrasse anders als in einer ersten Abstimmung im Bundesrat nicht mehr zu bejahen und die abermalige Überprüfung des Bedarfs angekündigt.

Ich erwarte diesbezüglich ein transparentes Verfahren. Gleichzeitig müssen wir uns gemeinsam für den Fall rüsten, dass die Trasse kommen wird. Es gilt dann, eine maximale Entfernung zur Wohnbebauung und weitestgehende Erdverkabelung durchzusetzen.

Florian Töpper
Landrat Schweinfurt