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Armin Wahler, Bayrischer Bauernverband Bergrheinfeld

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Aus einem Schreiben an Tennet vom 27.05.2014:

Wir (die landwirtschaftlichen Ortsvertreter der oben genannten Landwirtschaftlichen Verbände) sprechen uns gegen Ihre Planungen einer Nord-Süd Gleichstromtrasse (Südlink) aus und lehnen die geplanten Stromtrassen auf Gemarkung Bergrheinfeld ab.
Wir schliesen uns in dieser Haltung dem Bayrischen Bauerverband (Schreiben an die Bundesnetzagentur vom 26.05.2014) an, als auch der Bayrischen Staatsregierung, die die Notwendigkeit der von Ihnen geplanten Trassen in Frage stellt.

Jede im Netzentwicklungsplan aufgeführte neue Leitung ist auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen. Die Reaktion der Öffentlichkeit auf erste konkretere Planungen zeigt, dass eine hohe Sensibilität besteht. Die Bedenken müssen deshalb ernst genommen werden und nicht überzogene Transportszenarien mit entsprechend umfangreichen Ausbauvarianten für das Netz aufgelegt werden. Mit dem geplanten Ausbau der „Thüringer Strombrücke" wurden bereits Ausbaumaßnahmen in Angriff genommen, die bereits eine Nord-Süd Verbindung schaffen. Ein weiterer Ausbau ist deshalb absolut zu minimieren.

Weiter möchten wir Sie auf die Besprechungen zwischen Ihren Herrn Dr. Stöckl und Herrn Fehlbaum, mit Grundstückseigentümern, den Landwirtschaftlichen Vertretern und der Gemeinde Bergrheinfeld hinweisen, die im Verlauf von Verhandlungen zu einem Standort für das von Ihnen geplante Umspannwerk, auf Flächen im Gemeindebereich Bergrheinfeld „Galgenellern" geführt haben.

Mit dieser Maßnahme, wurde bereits seitens der Landwirtschaft / Gemeinde Bergrheinfeld „Opfer zur Energiewende" geleistet. Weitere Maßnahmen / Projekte über Freileitungs-vorhaben sind für unsere Bereiche nicht zumutbar und stehen im Widerspruch zu den im Bundesnaturschutzgesetz verankerten Vorgaben hierzu, weil alle Schutzgüter wie Gesundheit, Sicherheit, Nutztiere, wildlebende Vogelarten, Wälder, Landschaft und Kulturgüter, sowie das Wirkungsgefüge zwischen ihnen in hohem Maße verletzt würden. Zumal wir bereits in erhöhten Maßen durch bestehende Freileitungsbestände belastet sind.

Wir (die landwirtschaftlichen Ortsvertreter der oben genannten Landwirtschaftlichen Verbände) sprechen uns nachdrücklich gegen das geplante Vorhaben „Südlink" aus und beziehen dies ausdrücklich auf die gesamte Gemarkung Bergrheinfeld.

Mit unseren Ausführungen zeigen wir Ihnen hiermit nachdrücklich, unsere Ablehnung zu dem von Ihnen geplanten Großprojekt an.

Armin Wahler
1.Vorsitzender des Bayrischen Bauernverband Bergrheinfeld