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  • Zum Abschluss des Energiedialogs haben die Bürgerinitiativen Bayerns
    noch einmal vor dem Wirtschaftsministerium in München demonstriert.
  • "Feuer gegen SuedLink"
    Fackelzug an der Autobahn A7 bei Schwemmelsbach
  • Die Suche nach dem Endpunkt für SuedLink geht in die finale Phase.
    Die Konverterhalle dafür soll sich im Umkreis von 10 km um das AKW befinden.
  • Nach Jahrzehnten hat Wasserlosen wieder eine Protestkundgebung erlebt,
    denn Tennet stellte an diesem Tag die Stromtrasse SuedLink vor.
  • Realität in Deutschland: Stromtrassen über Wohngebäuden
  • Unsere größtenteils unverbaute Landschaft ist ein wichtiges Gut –
    Helft mit, diese für uns und die nächsten Generationen zu bewahren!

Sagt dann nicht, ihr hättet es nicht gewusst!

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Mahnwache gegen den Südlink und die Fulda-Main-Leitung P43

RÜTSCHENHAUSEN . Die Bürgerinitiative A7 Stromtrasse NEIN lud  zur Mahnwache gegen den übertriebenen Netzausbau ein. Ort der Kundgebung war der Pendlerparkplatz nahe der A7 bei Rütschenhausen, denn genau dort sollen beide Trassen, Südlink und P43 verlaufen. Ungefähr 50 Personen waren gekommen, um mit ihrem Protestgesang „Wehrt euch, leistet Widerstand! Gegen Trassen quer durch unser Land“, ihren Unmut kundzutun.

Zur besseren Vorstellung der Größenordnung der P43-Trasse steckten die Verantwortlichen den riesigen Mastengrundriss von 15 mal 15 Metern äußerst eindrücklich mit Fackeln auf dem Parkplatz nach. Die Masten sind mit einer Höhe von 70 m geplant. Auf einer Länge von 10 km werden ca. 30 Masten gebraucht. Immer wieder mahnten die Mitstreiter der Bürgerinitiative lautstark: „Sagt dann nicht, ihr hättet es nicht gewusst.“

Dabei meinte man nicht   nur  die  landschaftsprägende  Bauweise der Trassen, die deutschlandweit 39 000 Hektar Landfläche zerstört. Laut Netzentwicklungsplan würde die P43 durchschnittlich nur zu 17 % ausgelastet sein, diene hauptsächlich dem internationalen Stromhandel und würde von allen Bürgern über Strompreiserhöhungen finanziert. Nicht die Energiewende, wie vielfach propagiert, sondern die Profit – und Machtmaximierung der Stromkonzerne stehe dabei im Mittelpunkt der Überlegungen. Auch Professor Jarass hat in einem Gutachten festgestellt, dass die Kosten des geplanten Netzausbaus um ein Vielfaches höher sind als der Nutzen.

Die Bürgerinitiative rät daher den betroffenen Grundstücksbesitzern, den Vorarbeiten auf ihrem Grund schriftlich zu widersprechen, standhaft ein Betretungsverbot auszusprechen und dies gegebenenfalls mit juristischen Mitteln durchzusetzen. Dominik Zeißner berichtet als 3. Bürgermeister der Gemeinde Wasserlosen, dass sich der Gemeinderat mit knapper Mehrheit gegen ein Betretungsverbot gemeindlicher Flächen positioniert hat. Jedoch habe sich die Gemeinde für eine Förderung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern für Privathaushalte ausgesprochen.

Am Ende ihrer Ansprache zeigte die Vorsitzende Hildegard Beyfuß auf, dass der geplante Stromnetzausbau nicht alternativlos sei. Es gebe wirksame und kostengünstige Alternativen.  Das bestehende Erdgasnetz,  welches   über     511 000 km Leitungen verfügt, könne effektiv genutzt werden um in „Windgas“ umgewandelten Windstrom zu transportieren. Mit zusätzlich 4 bis 5 Reservekraftwerken könne die  Versorgungssicherheit im Süden Deutschlands gewährleistet werden. Das Ganze koste wesentlich weniger als der Trassenbau. Wichtig sei, dass  die Politik endlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort schaffe und das Verteilnetz dafür ausgebaut wird.

Sie versprach, dass die Bürgerintitiative ihren Protest aufrecht erhalten und am Ball bleiben wird. Die Unterstützung der Gemeinde sicherte Dominik Zeißner den anwesenden Mitgliedern und der Vorstandschaft zu. 

gez. Dorothea Veth