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Spalier aus Trassengegnern empfängt TransnetBW

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Kundgebung der BI A7 Stromtrasse NEIN vor der Gemeinderatsitzung

WASSERLOSEN: Eigentlich war Herr Göpfert von TransnetBW angereist, um den örtlichen Gemeinderat über den aktuellen Planungsstand des Suedlink zu informieren. Etwas überrascht wirkte er, als er links und rechts des Eingangs der Dr.-Maria-Probst-Halle von Demonstranten der Bürgerinitiative mit Ratschen und Transparenten begrüßt wurde.

Während im Inneren die Räte tagten, trug die Vorsitzende Hildegard Beyfuß vor der Halle die Bedenken der Trassengegner in Bezug auf das äußerst umstrittene Netzausbauvorhaben vor. Nicht einmal die Planer könnten die Größenordnung dieses Pilotprojekts richtig einschätzen.

Bekommen wir einen neuen Todesstreifen quer durch unsere Flur?

Diese Frage, ausgelöst durch Probebohrungen im Zuge der Voruntersuchungen zu den Erdleitungen, trieb in den letzten Wochen besonders Grundstücksbesitzer, Land – und Forstwirte um. Wird überhaupt der IST-Zustand erhoben und in welchem Umfang, bevor auf den Feldern Bohrungen vorgenommen werden und der Grund betreten wird? Das ist u. a.  wichtig für spätere Schadensregulierungen.

Nach Aussage von Göpfert liefern Schwertransporter mit einer Länge von bis zu 42 Metern die riesigen Kabeltrommeln an. Aus diesem Grund müssen Feldwege großflächig ausgebaut und befestig werden. Aber welche Auswirkungen für die Böden hat die Bodenverdichtung durch den Schwerlastverkehr? Wie ist die Renaturierung geregelt und ist sie überhaupt möglich? Wir leben auf der fränkischen Trockenplatte. Der Vertreter von TransnetBW bestätigt vor den Gemeinderäten, dass sich der Boden um die Erdkabel um bis zu 40°C erwärmt. Die Demonstranten sind aufgrund dieser Tatsache verwundert, dass bei einem derart hohen Wert keine Untersuchungen und Gutachten der Öffentlichkeit vorgelegt werden, die darüber Auskunft geben, wie sich dies in Verbindung mit der Bodenverdichtung auf das Wasserhaltevermögen, den Nährstoffgehalt und die Fruchtbarkeit der Böden auswirkt. Welche Pflanzen können dort dann überhaupt noch wachsen? Was geschieht mit den wertvollen Mikroorganismen im Boden? Wird unser Boden gar wertlos im Bereich des Trassenkorridors?

Fakt ist, dass die Langzeitfolgen dieses überdimensionierten Projekts noch nicht eingehend erforscht sind. Die Befürchtung besteht, dass tausende Hektar wertvollen Bodens für die Land- und Forstwirtschaft unwiederbringlich verloren gehen.

Auf der anderen Seite belegt eine neue Studie der TU München, das der Strom in Bayern zu 100 % aus erneuerbaren Energien dezentral vor Ort gewonnen werden könnte. Deshalb fordert die Bürgerinitiative weiterhin mit Nachdruck, dass die politischen Entscheidungen bezüglich des Netzausbaus noch einmal gründlich auf den Prüfstand müssen. Wissenschaftliche Fakten und nicht Lobbyismus müssen der Energiewende zugrunde gelegt werden. Dafür werden sich die bundesweit vernetzten Bürgerinitiativen weiterhin engagieren.

Gez. Dorothea Veth